Beichtwaffeln

Es gibt Gemeinden in denen ist am Ostersamstag die Beichte angesagt, Kinder bekommen danach zur Belohnung Beichtwaffeln.

So viele Sünden können Kinder nicht begehen, wie aus diesem Grundrezept Waffeln gebacken werden können 🙂
beichtwaffelZwar habe ich die im Waffelrezept angegebenen Zutaten halbiert und dennoch wird es nun zwei Abende nacheinander Waffeln für je zwei Personen rund 5 Waffeln pro Person geben. Zuerst erstaunt der ziemlich dickflüssige Teig, dessen Resultate mich dann jedoch staunen ließen weil sich der Teig super im Waffeleisen verteilte und der Geschmack einfach nur klasse war.

Die verquirlten Eier mit dem Zucker und der Butter glatt verrühren, bis ein schaumiger Teig entsteht. Vanillezucker, 1000 gr Mehl und das Backpulver dazugeben und verrühren, dadurch wird der Teig etwas klebrig. Nach und nach die Milch unterrühren und so lange rühren, bis der Teig eine glatte und weiche Konsistenz hat.

Dann ab ins Waffeleisen und die Geschmacksnerven verwöhnen. Ich habe übrigens dem Teig noch etwas Zimt beigemischt.

500 gr Zucker
500 gr weiche Butter
10 Eier
2 Päckchen Vanillezucker
1 Schuss Rum – wer das möchte, ich nicht
1000 gr Mehl
1 Liter Milch
1 Päckchen Backpulver

 

Osterlachen

Die Kirche ist heute zuweilen eine sehr ernste Angelegenheit, was nicht immer so war. der Brauch des Osterlachens – risus paschalis (lat. risus meint nicht nur ein freundliches Lächeln, sondern durchaus ein ‘Lachen von Herzen’) – war jedoch über Jahrhunderte fester Bestandteil des österlichen Brauchtums.

Es gibt jedoch wunderschöne Gebetstexte, die auch den Spaß und lebendiges innerhalb von Predigten erlauben:

Schenke mir eine gute Verdauung, Herr, und auch etwas zum Verdauen.
Schenke mir Gesundheit des Leibes, mit dem nötigen Sinn dafür, ihn möglichst gut zu erhalten.

Schenke mir eine heilige Seele, der die Langeweile fremd ist, die kein Murren kennt und kein Seufzen und Klagen, und lass nicht zu, dass ich mir allzu viel Sorgen mache um dieses sich breit machende Etwas, das sich ´Ich´ nennt.

Herr, schenke mir Sinn für Humor, gib mir die Gnade, einen Scherz zu verstehen,
damit ich ein wenig Glück kenne im Leben und anderen davon mitteile.“

Poschweck

Im Mittelalter war es üblich, die Aachener Bäcker ihren Stammkunden zu Ostern einen Poschweck (= Osterbrot ) schenkten. Dieses Brauchtum wurde den Bäckern irgendwann einmal zu kostenintensiv und sie weigerten sich Ostern 1846, die Poschwecken als Ostergeschenke weiterzubacken.

Die Folge waren Unruhen bei den Aachener Bürgern, denen es aufgrund der Industrialisierung schon schwer genug ging. Erst Ende des 19. Jahrhunderts ist es den Aachener Bäckern gelungen, sich endgültig von dieser Verpflichtung zu Ostern zu befreien.

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